Sibirische Schwertlilie - Iris sibirica
Gruppe Sibirischer Schwertlilien - Iris sibirica – im Murnauer Moos, Deutschland
Foto zoombar und bildschirmfüllend
Familie: Schwertliliengewächse
Die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) ist eine 50 bis 100 cm hohe, blau blühende, aufrechte, ausdauernde, krautige Pflanze. Sie wächst auf Sumpfwiesen, in Flachmooren und wird als Gartenpflanze genutzt.
Die Sibirische Schwertlilie war Blume des Jahres 2010.
Infografik zur Sibirischen Schwertlilie:
Sturm, Johann Georg (Maler: Jacob Sturm): Deutschlands Flora in Abbildungen; Stuttgart 1796, Zugriff über „Wikipedia – Die freie Enzyklopädie“ im Januar 2024
Gattungsname Iris aus dem Griechisch: iris = Regenbogen. Im antiken Griechenland ist Iris die Göttin des
Regenbogens.
Der Gattungsname spielt auf die vielfarbigen, regenbogenfarbigen Blütenblätter an, hat aber ansonsten
keinen Bezug zur Mythologie der Göttin. (zur Mythologie siehe: Wikipedia, Zugriff im Februar 2017)
Artname sibirica aus dem Lateinischen: sibiricus = aus Sibirien.
Der Blütenspross trägt an seiner Spitze ein bis drei blauviolette Blüten, er überragt deutlich die grundständigen Laubblätter. Die Einzelblüte ist kurz gestielt und steht in der Achsel eines kleinen, trockenhäutigen Tragblatts.
Die drei äußeren, herabgebogenen Blütenblätter sind weißlich-blau geadert und zur Basis hin gelb bis braun eingefärbt. Die drei inneren, aufgerichteten Blütenblätter sind weitgehend einfarbig dunkelblau. An der Basis sind die Blütenblätter zu einer Röhre verwachsen.
Blütezeit: Mai bis Juni
Blütenknospen
Einzelblüte und Blütenknospen
Einzelblüte mit Fliege
Ausschnitt eines äußeren Blütenblatts
Über den äußeren Blütenblättern steht je ein blütenblattartiger, dunkelblauer Zweig des Griffels. Verdeckt, zwischen Griffelzweig und äußerem Blütenblatt, ragt ein Staubblatt. Unterhalb jeder der zweispaltigen Griffelspitzen befindet sich quer verlaufend die Narbe.
Griffel und Staubblätter
Foto rechts: Foto mit Beschriftung zur Anordnung von Griffel und Staubblatt in der Blüte
Fotos unten :
Foto links: Laubblattartiger Zweig des Griffels mit zwei Spitzen über einem der drei
äußeren, herabgebogenen Laubblätter
2. und 3. Foto von links: Blick zwischen einem Zweig des Griffels und einem Blütenblatt
hindurch: Der Griffelzweig ist hochgedrückt und zwischen zwei der drei inneren,
aufragenden Blütenblätter eingeklemmt. Sichtbar wird dadurch das von vorne
gesehene Staubblatt.
Foto unten rechts: Staubblatt von der Seite gesehen
Die drei laubblattartigen Zweige des Griffels – Foto aufgenommen im Zimmer, Gartenpflanze aus FR-Ebnet
Blick durch die inneren, hochstehenden Blütenblätter auf die drei Zweige des Griffels
Blick auf den verzweigten Griffel, die inneren Blüttenblätter sind zur Seite gedrückt. Der Abstand zwischen den Griffelspitzen beträgt cirka 6 cm.
Blick von oben auf den verzweigten Griffel. Die Blüttenblätter sind eingetrocknet.
Stängel hohl, rund; Laubblätter 30 bis 80 cm lang, scharfkantig, sehr schmal, 2 bis 6 mm breit, parallelnervig: schwertblättrig. Die Laubblätter erreichen nicht die Höhe des Blütensprosses.
Foto links:
Laubblätter
Foto mitte:
Ausschnitt eines Laubblatts
Foto rechts:
Laubblatt-Impressionen
Seit Ende des 16. Jahrhunderts ist die Sibirische Schwertlilie als Gartenpflanze dokumentiert. Viele Gartensorten stammen von der Sibirischen Schwertlilie ab.
Sibirische Schwertlilie als Gartenpflanze in Freiburg-Ebnet, Deutschland
Abbildungen der Schwertlilienarten sind schon seit dem Altertum bekannt. Speziell die Sibirische Schwertlilie ist bist auf die heutige Zeit immer wieder ein beliebtes Motiv der Künstler. Drei Beispiele seien angeführt:
1.Jan Brueghel d.Ä. (1568 -1625) – Blumenstrauß, gemalt 1603, ausgestellt in der Pinakothek, München.
Scan aus„Kindlers Malerei Lexikon im dtv, München, 1976“
2.Vincent van Gogh (1853 – 1890) – Die Schwertlilien, 1890, ausgestellt im Nationalmuseum Vincent van
Gogh, Amsterdam.
Scan aus dem Katalog zur Sonderausstellung „Vincent van Gogh“ im Musée d’Art Modern, Straßburg, 1972
3.E.J. Kuhnert (geb. 1954 in Fulda), ein zeitgenössisches Beispiel – Schwertlilie, 2006
Homepage des Künstlers; Zugriff im Januar 2024
Bild links:
Jan Brueghel d.Ä.: Blumenstrauß, 1603
Bild mitte:
Vincent van Gogh: Die Schwertlilien, 1890
Bild rechts:
E.J. Kuhnert: Schwertlilie, 2006
Januar 2024